Was eine Unternehmenswebsite kostet, hängt von den Aufgaben ab, die sie erfüllen soll. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie den Umfang eingrenzen, laufende Kosten erfassen und Angebote sinnvoll vergleichen.
01 Die Seitenzahl allein erklärt den Preis nicht
Fünf Seiten können fünf einfache Textansichten sein oder fünf unterschiedliche Funktionen enthalten. Für die Kalkulation zählen deshalb Inhalte, Gestaltung, Redaktion und technische Abläufe. Ein One-Pager für einen lokalen Dienstleister unterscheidet sich von einer Unternehmenswebsite mit mehreren Leistungsbereichen. Ein Portal mit Suche und Datenpflege ist wiederum eine eigene Aufgabe. Ohne diese Abgrenzung lässt sich kein belastbarer Gesamtpreis nennen.
02 Einmalige Erstellung in einzelne Aufgaben zerlegen
Zum Aufbau können Konzeption, Texterstellung, Bildauswahl, individuelles Design, Entwicklung und Inhaltsübernahme gehören. Notieren Sie, welche Materialien bereits nutzbar vorliegen. Ein Logo allein ersetzt noch keine Texte oder Projektbilder. Lassen Sie im Angebot festhalten, welche Inhalte erstellt werden, wie viele eigenständige Vorlagen geplant sind und welche Abstimmungen dazugehören. Dann erkennen Sie, ob zwei Angebote tatsächlich dieselbe Arbeit beschreiben.
03 Funktionen anhand eines Beispiels beschreiben
Die Angabe „Kontaktformular“ lässt vieles offen. Soll es nur eine Nachricht versenden oder je nach Leistung andere Felder zeigen und Anfragen an verschiedene Ansprechpartner verteilen? Dasselbe gilt für Buchungen, Mehrsprachigkeit oder externe Systeme. Beschreiben Sie den gewünschten Vorgang vom Einstieg bis zum Ergebnis. Diese Beispiele helfen, Einrichtung, individuelle Entwicklung und mögliche Lizenzkosten getrennt zu kalkulieren.
04 Laufende Ausgaben getrennt erfassen
Domain, Hosting oder Plattformtarif, kostenpflichtige Erweiterungen und technische Betreuung können laufende Kosten verursachen. Hinzu kommen nach Bedarf redaktionelle Änderungen. Fragen Sie nach Abrechnungsintervallen, Vertragsinhabern und dem enthaltenen Leistungsumfang. Vergleichen Sie die Erstellung und den späteren Betrieb getrennt. Für Ihre Budgetplanung können Sie einmalige Erstellung plus zwölf Monate laufende Ausgaben betrachten; Vertragslaufzeiten und spätere Preisänderungen bleiben dabei gesondert zu prüfen.
05 Mit einem vollständigen ersten Umfang starten
Priorisieren Sie den Weg, über den Ihre wichtigsten Kund:innen das Angebot verstehen und Kontakt aufnehmen. Zusätzliche Sprachen, weitere Leistungsseiten oder Anbindungen können spätere Ausbaustufen sein. Sparen Sie nicht durch unklare Zuständigkeiten: Wenn Texte erst nach der Gestaltung entstehen, können zusätzliche Abstimmungen nötig werden. Eine klare Inhaltsliste mit Verantwortlichen erleichtert die Planung.
06 Was Sie für ein konkretes Angebot mitbringen können
Hilfreich sind die wichtigsten Angebote, Zielgruppen, gewünschte Funktionen, vorhandene Materialien und ein realistischer Starttermin. Bei einem Relaunch kommt die bestehende Website hinzu. Nennen Sie auch einen verfügbaren Budgetrahmen, falls dieser bereits feststeht. Daraus lässt sich ableiten, was zuerst umgesetzt werden kann. Unsere Referenzen zeigen den Unterschied zwischen Seitenumfängen; sie sind keine veröffentlichten Preislisten.